
Das Wort Trauma wird heute sehr häufig verwendet – und manchmal so ungenau, dass es an Bedeutung verliert. Nicht alles, was schwierig oder schmerzhaft ist, ist Trauma. Dennoch ist das Konzept wichtig, und es lohnt sich, es genauer und mit weniger Bewertung zu verstehen.Trauma ist nicht einfach das, was Ihnen passiert ist, oder das, was Sie in einer Zeit, in der sich Ihr Nervensystem gebildet hat, nicht bekommen haben. Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Wunde – die Wunde, die durch das entsteht, was Ihnen angetan wurde oder was Sie tun mussten, um zu bekommen, was Sie zum Überleben brauchten.Diese Wunde kann durch ein einzelnes einschneidendes Ereignis entstehen – oder durch viele kleinere, sich wiederholende Erfahrungen über einen längeren Zeitraum hinweg.Menschen sind tief auf Verbindung und Sicherheit innerhalb ihrer „Herde“ ausgerichtet, und das Nervensystem wird immer Überleben über Komfort, Authentizität oder langfristiges Wohlbefinden stellen.Die Reaktionen, die damals entstanden sind, waren intelligent, anpassungsfähig und oft lebensrettend. Wenn etwas in der Gegenwart einer früheren Situation oder einem alten Muster ähnelt, kann der Körper oder das Unterbewusstsein "erinnern“ und automatisch reagieren – durch das, was wir oft Trigger nennen. In solchen Momenten greift das System auf vertraute Überlebensstrategien zurück. Automatismen, oder automatische Programme, die dann abgespult werden. Was Sie früher geschützt hat, kann sich heute wie ein Autopilot anfühlen: schmerzhaft, verwirrend oder einengend – manchmal begleitet von Angst, Scham oder Verlegenheit.Dieses sich wiederholende Muster hat oft weniger mit Ihren bewussten Gedanken zu tun als mit einem Nervensystem, das festgefahren oder unflexibel geworden ist – ständig in Richtung Bedrohung, Wachsamkeit oder Rückzug orientiert um immer sicher zu bleiben. Mit der Zeit kann sich das als chronischer Stress, Anspannung, Angst oder Erschöpfung zeigen.
Das Positive zuerst: Veränderung ist möglich. Heilung bedeutet nicht immer, tief in alte Erinnerungen einzutauchen oder die Vergangenheit erneut zu durchleben. Oft beginnt sie damit, mit dem Körper und dem Nervensystem zu arbeiten – ihm zu helfen, sich zu „entkleiden“, wieder flexibler zu werden und neu zu lernen, wie sich Sicherheit und Entspannung anfühlen können.Achtsamkeit kann dabei ein kraftvolles Werkzeug sein, ebenso körperorientierte Ansätze, Atemarbeit, somatische Methoden oder Verfahren wie EFT (Emotional Freedom Tapping) oder EMDR (Eye Movement Desensitisation and Reprocessing).Nicht jeder Ansatz passt für jede Person – aber irgendetwas wird passen. Mit der richtigen Begleitung kann das Nervensystem neue Muster entwickeln, und das, was früher automatisch ablief, kann Schritt für Schritt wieder zu einer bewussten Wahl werden.
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